Jahreshauptversammlung und Schmerzvortrag

 

Angela Mohrmann freute und bedankte sich im Namen des Vorstandteams bei den über 190 Landfrauen, die am 21.02.17 zur Jahreshauptversammlung im Paga erschienen sind. Nachdem die Tagesordnung einstimmig angenommen wurde, gedachte man in einer Schweigeminute der verstorbenen Mitglieder. Das Protokoll der vergangenen Jahreshauptversammlung wurde von Brigitte Goldmann verlesen und einstimmig angenommen. Im Anschluss verkündete Diane Beneke, dass in 2016 23 neue Mitglieder dem Verein beigetreten sind und der LFV damit 613 Mitglieder umfasst. Es gibt 32 Ortsvertrauensfrauen. Bei den 5 Vortragsveranstaltungen konnten 698 Teilnehmer begrüßt werden, 402 Teilnehmer waren bei den 8 Fahrten dabei und 181 Teilnehmer bei den 9 Arbeitsgemeinschaften und Kursen.

Foto: Martina Kurth-Schumacher

Einen ausführlichen Kassenbericht mit einem positiven Überschuss von rund 3.400 Euro präsentierte Hanne Finka. Dieses finanzielle Polster diene unter anderem der anstehenden Feier zum 70. Vereinsjubiläum.

Die beiden Kassenprüferinnen Anne-Rose Stubbemann und Eleonore Wulferding bescheinigten eine ordnungsgemäße Kassenführung. Die Entlastung des Vorstands wurde einstimmig genehmigt. Zur neuen Kassenprüferin wurde Birgit Lüllmann für die ausscheidende Eleonore Wulferding gewählt.

Nach der Kaffeepause bot die Gitarrengruppe Staffhorst stimmungsvolle Liedbeiträge, bevor Herr Thomas Wiemann der leitende Oberarzt für Anästhesie und spezielle Schmerztherapie der Alexianer Klinik Sulingen zum Thema "Mögliche Gründe von chronischen Schmerzen" referierte. Im Jahr 2013 wurde am Sulinger Krankenhaus eine stationäre Schmerztherapie aufgebaut. Nach ambulanter Vorstellung der Patienten, die trotz langjähriger ärztlicher Behandlung unter chronischen Schmerzen leiden, haben hier die Chance, für etwa 15 Tage stationär aufgenommen zu werden und von einem ineinander greifenden Netzwerk an Fachärzten, Psychologen, Therapeuten profitieren zu können. Am Anfang stehe immer ein ausführliches – meist 1,5 stündiges Patienten-Arztgespräch, dass dem Arzt bereits wichtige Einblicke auch ins persönliche Umfeld des Patienten gewährt. Denn bei der Behandlung von chronischen Schmerzen sind nicht nur sensorische, sondern auch psychologische und soziale Faktoren von großer Bedeutung. Der Mediziner grenzte akute von chronischen Schmerzen ab und gewährte den Zuhörerinnen einen ausführlichen Einblick in die Arbeit der Ursachenforschung sowie mögliche Behandlungsmethoden. Ziel der Schmerztherapie sei es nicht nur das Schmerzempfinden zu reduzieren, sondern den Patienten die Einsicht und den Weg für einen oftmals langwierigen Umstellungsprozess der eigenen Lebensführung zu vermitteln.

In Deutschland gäbe es zwar immer besser ausgebildete Spezialisten, aber leider fehle eine zentrale Koordinierungsstelle, bei der sämtliche Arztbefunde eines Patienten tiefergehend betrachtet und fachmännisch beurteilt werden, um die eigentlichen Schmerzursache zu bestimmen. Es bleibt für die chronischen Schmerzpatienten nur zu hoffen, dass es möglichst bald soweit ist. Mit einem Präsentkorb dankte Angela Mohrmann Herrn Wiemann für seinen ausführlichen Bericht, der gern auch zu Fragen aus dem Publikum Stellung nahm.